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EAM Investment Advisory


Daily Morning Highlights

Kommentare zu Wirtschaft, Markt und Unternehmen
von Credit Suisse

06. Februar 2012

 


Ölpreise

 

…im asiatischen Handel leicht gefallen

   

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März fiel im Vergleich zum Handelsschluss am Freitag um 22 Cent auf 114,36 USD und der Preis für die US-Sorte WTI gab um 60 Cent auf 97,23 USD nach. Vor allem die Unsicherheit um Griechenland (siehe unten) habe die Ölpreise belastet, sagten Händler. Die Beratungen der griechischen Regierung mit den Chefs der Parteien über die Rettung des vom Staatsbankrott bedrohten EUR-Landes sollen heute fortgesetzt werden. (Swissquote)

 


Aktienmärkte

 

"Hellenen könnten Spielverderber im Bullenlager werden"

   
   

Fazit: Griechenlands Schuldenträgödie dürfte die europäischen Aktienkurse trotz positiver Vorlagen aus Asien und Übersee heute anfänglich belasten. Im weiteren Verlauf könnten zwar erneut Anschlusskäufe einsetzen, doch würden wir nicht darauf wetten, weil Gewinnmitnahmen nach dem gelungenen Jahresauftakt wahrscheinlich sind und zunehmen dürften.

 


Griechenland

 

…macht es spannend – Staatspleite noch nicht abgewendet

   

Die Beratungen der griechischen Regierungskoalition über die Rettung des Landes vor dem Bankrott sind gestern Abend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Ursprünglich sollten bei der Zusammenkunft weitere harte Sparmaßnahmen beschlossen werden. Die Sparmaßnahmen werden von der EU-Kommission, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) - der sogenannten Troika - im Gegenzug für das zweite Rettungspaket verlangt. Ohne dieses Rettungspaket mit einem Umfang von mindestens 130 Mrd. EUR ist Griechenland im März pleite: Am 20. März muss das mit 350 Mrd. EUR verschuldete Land 14,4 Mrd. EZR zurückzahlen. Heute sollen die Gespräche der Parteichefs fortgesetzt werden, teilte das Büro des parteilosen Ministerpräsidenten Papademos mit. Seine Regierung wird von drei Parteien gestützt: der sozialistischen Pasok, der konservativen Nea Dimokratia und der kleinen rechtsradikalen Partei Laos. Der Premier dringt darauf, dass die Parteien gemeinsam und öffentlich die von den internationalen Geldgebern verlangten Reformen mittragen. Auch die Troika verlangt eine Unterstützung der Sparmaßnahmen durch alle großen Parteien. Knackpunkt in den Gesprächen dürften die von der Troika verlangten Lohnkürzungen auch im privaten Sektor sein, die bis zu 25% weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten könnten. 15'000 Staatsbedienstete sollen bis Juni gehen. Insgesamt fordert die Troika die Entlassung von 150'000 Staatsbediensteten bis 2015. Zudem sollen zahlreiche Renten gekürzt werden. (n-tv.de)



Deutscher Einzelhandel

 

…mit Schlussverkauf zufrieden – Frost zur rechten Zeit

   

Rechtzeitig zum Winterschlussverkauf treibt die Eiseskälte die Bundesbürger in die Geschäfte. Der Handel zeigt sich zur Halbzeit zufrieden mit der konzertierten Rabattaktion. "Mit dem Frost fangen viele erst an, sich warm einzukleiden", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Falk, der Nachrichtenagentur dpa. (finanzen.net)



Metall-/Elektrobranche

 

…"D" IG Metall will 6,5% mehr Lohn

   

Nach ähnlichen Empfehlungen in mehreren Bezirken will einem Bericht zufolge der IG-Metall-Vorstand bundesweit in der Metall- und Elektroindustrie 6,5% mehr Lohn durchsetzen. Dies sei ein Wert, der den Erwartungen in den sieben IG-Metall-Bezirken entgegenkomme, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Vorstand will die Empfehlung für die anstehende Tarifrunde am Dienstag beschließen. Die Verhandlungen zur Lohnrunde 2012 beginnen Mitte März. Die Arbeitgeber hatten die Forderung bereits abgelehnt. Sie wollen auch eine möglichst lange Laufzeit bis mindestens Herbst nächsten Jahres. Führende Gewerkschaftsfunktionäre hingegen dringen auf eine kürzere Laufzeit - unter anderem um Terminkollisionen mit Vorstandswahlen bei der Metall-Gewerkschaft zu vermeiden. Außer der Lohnerhöhung für die 3,6 Mio. Beschäftigten will die Gewerkschaft die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden sowie weitere Tarifregelungen bei Zeitarbeit und Werkverträgen erreichen. Auch dies lehnt die Arbeitgeberseite ab. Laut dem "Handelsblatt" schließt die IG Metall eine Tarifeinigung aus, falls sich die Arbeitgeber nicht auf neue Regeln zur Eindämmung der Zeitarbeit und zur Übernahme von Auszubildenden einlassen. (finanzen.net)



Deutsche Börse (DB1)
NYSE Euronext (NYX)

 

DB1 will jetzt aus eigener Kraft wachsen

   

Nach der geplatzten Fusion mit NYX will DB1 jetzt aus eigener Kraft wachsen, kündigte CEO Francioni in der "Financial Times Deutschland" an. "Wir werden mit Nachdruck unsere Positionen ausbauen, mit Schwerpunkt auf den Bereichen Derivate-Clearing, Risiko- und Sicherheitenmanagement", sagte er. "Darüber hinaus werden wir die Internationalisierung und unser eigenes Wachstum beschleunigen. Wir sind stark genug, auch wenn es jetzt länger dauern wird als mit einer Fusion." Die EU-Kommission hatte den Zusammenschluss von DB1 und NYX zum weltgrößten Handelsplatz am letzten Mittwoch wegen massiver Wettbewerbsbedenken untersagt. (finanzen.net)



Air France-KLM (AF)

 

Streik im französischen Luftverkehr

   

Flugreisende mit Ziel oder Zwischenstopp in Frankreich müssen in den nächsten Tagen mit erheblichen Verspätungen und Verbindungsausfällen rechnen. Mehrere Gewerkschaften haben das Bodenpersonal, aber auch Piloten und Flugbegleiter zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Streiks sollten heute beginnen und bis Donnerstagabend andauern. Protestiert wird gegen Pläne der Regierung, das Streikrecht an Flughäfen zugunsten der Reisenden stark einzuengen. Die größte französische Airline AF rechnete damit, dass sie heute rund 80% der Kurz-und Mittelstreckenflüge trotz des Streiks anbieten kann. Bei den Langstreckenflügen ging die Airline von einer Ausfallquote von unter 15% aus. (finanzen.net)



Daimler (DAI)

 

…erwägt Ausbau der Kooperation mit anderen Autobauern bei der Transporterproduktion

   

"Wir wollen mit Volkswagen (VOW3) in diesem Jahr entscheiden, ob wir unsere Kooperation bei den großen Transportern fortsetzen", sagte DAI-Transporterchef Mornhinweg der Fachzeitung "Automobilwoche". Als eine mögliche Option bezeichnete er die Einbeziehung von Renault (RNO). (finanzen.net)



Mitsubishi Motors (7211)

 
   

…will Produktion in Europa einstellen

   

Der japanische Autobauer Mitsubishi will Berichten zufolge künftig keine Autos mehr in Europa bauen. Der Konzern plane, die Fertigung von Kleinwagen und Geländelimousinen an seinem Produktionsstandort in den Niederlanden voraussichtlich 2013 einzustellen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Es wäre das erste Mal, dass ein japanischer Autobauer seine Produktion in Europa beenden würde. Stattdessen wolle sich Mitsubishi stärker auf Wachstumsmärkte wie Russland und China konzentrieren. Mitsubishis Tochterfirma Nedcar produziert in Born mit etwa 1'500 Beschäftigten den Kleinwagen Colt sowie das Geländemodell Outlander. Doch die Anlage sei inzwischen veraltet und schöpfe ihre Kapazitäten bei weitem nicht mehr aus, hieß es. Nun wolle der japanische Mutterkonzern, dessen Neuwagenverkäufe in Europa seit vier Jahren sinken, die Fabrik verkaufen, wie japanische Medien weiter melden. Mitsubishi startete die Produktion dort 1991, zunächst in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem schwedischen Volvo-Konzern. Nach zehn Jahren übernahmen die Japaner sämtliche Anteile an dem Joint Venture. (finanznachrichten.de)



Porsche (PAH3)

 

…Pläne zur VW-Übernahme durch Porsche laut "Spiegel" früher bekannt

   

Die niedersächsische Staatskanzlei könnte nach Informationen des "Spiegel" früher als bisher angenommen von den später gescheiterten Plänen Porsches zur Übernahme von VW (VOW3) gewusst haben. Der damalige Chef der Wirtschaftsabteilung der Staatskanzlei, Middelberg, habe Ministerpräsident Wulff im Februar 2008 mitgeteilt, dass Porsche die Übernahme von bis zu 80% der VW-Anteile anstrebe, berichtete das Magazin. (finanzen.net)



Glencore (GLEN)
Xstrata (XTA)

 

GLEN öffnet die Tür zur Megafusion

   

Manchmal lohnt sich hartes Verhandeln: XTA-Anleger forderten eine Prämie auf den Aktienkurs und bekommen diese. Damit rückt eine Fusion des Bergbaukonzerns mit dem weltgrössten Rohstoffhändler GLEN näher. GLEN wird XTA die Fusion mit einem Aufpreis schmackhaft machen. GLEN biete einen Aufschlag von 8% auf den Aktienkurs von XTA, den der Konzern vor Bekanntwerden der Fusionsverhandlungen hatte, berichtete die "Financial Times". XTA-Aktionäre würden 2,8 GLEN-Titel für jeden Anteilsschein erhalten. Dies sei ein besseres Verhältnis als es zuletzt von Experten erwartet wurde. GLEN hält an XTA bereits einen Kontrollanteil von 34%. Letzte Woche machte beide ihre Fusionsverhandlungen öffentlich. Der Zusammenschluss soll auf Augenhöhe erfolgen. Weitere Details sollen dem Vernehmen nach am Dienstag bekanntgegeben werden. (handelsblatt.com) Fazit: Aktuell notiert die auch in Hong Kong gelistete GLEN-Aktie (805 HK) rund 1,9% fester, sodass im Londoner Handel, wie bei XTA, weitere Avancen vorprogrammiert sind.



Rio Tinto (RIO)

 

…könnte die Dividende um 40% erhöhen

   

Fazit: Dies berichtete die britische Zeitung "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen. Gemäss Bloomberg rechnen Analysten im Konsens beim Rohstoffriesen RIO nur mit einer Dividendenerhöhung von 15%, sodass der oben erwähnte Zeitungsbericht beziehungsweise diese Spekulation, die Aktie im heutigen Handel deutlich beflügeln könnte. (BB)



Eni (ENI)

 

…befürchtet Erdgas-Engpässe in Italien

   

Sollte die russische Gazprom (GAZP) angesichts der Kältewelle seine Gaslieferungen nach Europa weiter drosseln, könnte es in Italien laut dem Energiekonzern ENI ab Mittwoch zu Engpässen kommen. ENI bereite sich auf schwierige Augenblicke vor, sagte CEO Scaroni gestern im Rundfunksender Radio 24. Bisher hat Italien die Versorgungslücke mit höheren Gasimporten aus Algerien und Nordeuropa ausgeglichen. Heute werde das italienische Industrieministerium über das weitere Vorgehen beraten, sagte Scaroni. Im schlimmsten Fall müsse ENI die Lieferungen an Partnerunternehmen einstellen, bei denen die Verträge einen solchen Schritt zulassen. Wegen der Kältewelle in Europa hat der GAZP eine baldige Wiederausweitung der derzeit gedrosselten Gaslieferungen in die Europäische Union ausgeschlossen. (handelsblatt.com)



E.ON (EOAN)

 

unterstreicht Unterstützung für "Desertec"-Wüstenstromprojekt

   

Ein Konzernsprecher wies am Samstag einen Bericht des Magazins "Wirtschaftswoche" zurück, wonach der Versorger einen Ausstieg aus dem Projekt erwäge. "Das entbehrt jeder Grundlage", sagte EOAN-Sprecher Drepper der dpa. "Wir unterstützen das Projekt nachhaltig." Es sei sogar ein Mitarbeiter dafür abgestellt worden, der sich in Vollzeit darum kümmere. Die "WiWo" hatte sich auf die Aussagen eines namentlich nicht genannten EOAN-Managers berufen.
(finanzen.net)



RWE (RWE)

 

Neuer CEO plant verschärften Sparkurs

   

Der künftige RWE-Konzernchef Terium stimmt die Beschäftigten einem Bericht zufolge auf einen radikalen Sparkurs ein. Der Energiekonzern solle in den Jahren 2013 und 2014 über die bereits beschlossenen Kürzungen von rund 1,5 Mrd. EUR hinaus einen Betrag von mindestens einer weiteren Mrd. EUR einsparen, berichtete der "Spiegel". Eine RWE-Sprecherin bestätigte der dpa am Sonntag, dass die genannte Mrd. EUR eine Plangröße sei. Man verhandele darüber zurzeit mit den Betriebsräten. Wie viele Stellen insgesamt wegfallen würden, könne man in diesem Stadium noch nicht absehen. (finanzen.net) Fazit: Korrelierend zum Konkurrenten E.ON verschärft RWE den Sparkurs, was positiv ist, weil u. a. der von der Regierung beschlossene Akw-Ausstieg die Bilanz deutlich belastet.



Anadarko Petroleum (APC)

 

publiziert heute nachbörslich die Q4-Zahlen

   

Von Capital IQ befragte Analysten erwarten beim Ölkonzern APC im Schlussquartal einen Gewinn je Aktie von 0,62 USD und einen Umsatz von 3,266 Mrd.
USD.



Sysco (SYY)

 

publiziert heute vorbörslich die Q2-Zahlen

   

Von Capital IQ befragte Analysten erwarten beim Food-Retailer SYY in der Berichtsperiode einen Gewinn je Aktie von 0,45 USD und einen Umsatz von 10,054 Mrd. USD.



Yum! Brands (YUM)

 

publiziert heute nachbörslich die Q4-Zahlen

   

Von Capital IQ befragte Analysten erwarten bei der Schnellimbisskette YUM im Schlussquartal einen Gewinn je Aktie von 0,74 USD und einen Umsatz von 4,028 Mrd. USD.



Siemens (SIE)

 

-Vorstand rechnet mit besseren Zahlen in Energiesparte

   

SIE rechnet nach einem schwachen Start ins Geschäftsjahr mit besseren Zahlen in seiner Energiesparte in den nächsten Monaten. "Unsere Auftragsbücher sind mit einem Bestand von 60 Mrd. EUR sehr gut gefüllt. Beim Umsatz rechnen wir mit einem leichten Plus", sagte Energie-Vorstand Süß der Zeitung "Euro am Sonntag". Auch die Konzernvorgabe für die operative Gewinnmarge von 10-15% werde erfüllt. "Im Q1 lagen wir bei 7,8%. Wir sind zuversichtlich, dass wir 2012 im Margenband landen werden", sagte Süß. (finanzen.net)



Micron (MU)

 

Veteran Durcan wird neuer Konzerchef – CEO Appleton starb am Freitag bei Flugzeugabsturz

   

Unternehmensveteran Durcan wird künftig den US-Chipbauer MU leiten. Einen Tag nachdem der langjährige Vorstandsvorsitzende Appleton bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, nominierte der Aufsichtsrat Durcan zum Nachfolger. Durcan ist seit 1984 für MU tätig und verantwortet seit rund fünf Jahren das Tagesgeschäft. Der 51-jährige Appleton war am Freitagmorgen beim Absturz einer kleinen Maschine auf einem Flugplatz nahe der MU-Zentrale getötet worden. Der Mann, der dem Konzern fast drei Dekaden angehörte, galt als leidenschaftlicher Stuntman. Der Verlust Appletons ist ein großer Verlust für MU. Der Konzern kämpft mit fallenden Preisen und sinkenden PC-Verkäufen. Zudem könnte der Wechsel an der Spitze dazu führen, dass sich die mögliche Übernahme des japanischen Wettbewerbers Elpida Memory (6665) verzögert. (reuters.de) Fazit: Die MU-Aktie wurde am letzten Freitag während des Handels bei +3% wegen dieser Hiobsbotschaft vorzeitig ausgesetzt. Nachbörslich gab der Titel des Speicherchipbauers einen Grossteil dieser Kursavance wieder ab (–2,1% auf 7,78 USD). Die YTD (+26,4%) stark gelaufene MU könnte u. E. wegen Appletons Tod kurzfristig weiter Terrain verlieren.



Vodafone (VOD)

 

gibt Fusion in Griechenland auf

   

VOD wird die geplante Fusion seiner griechischen Einheit mit dem Konkurrenten Wind Hellas nicht weiter verfolgen. EU-Behörden hatten Bedenken gegen die Verschmelzung der 2. und 3. grössten Mobilfunkdienstleister auf dem griechischen Markt geäussert. Stattdessen werde nach anderen Möglichkeiten zur Kooperation gesucht. (BB)



Novartis (NOVN)

 

Ethos will gegen Wiederwahl von Verwaltungsratsmitgliedern stimmen

   

Die Anlagestiftung Ethos ist gegen die Wiederwahl von Brody und Datar in den NOVN Verwaltungsrat. Als Grund nennt Ethos-Direktor Biedermann ihre Rollen als Mitglieder des Entschädigungsausschusses. Brody und Datar seien verantwortlich dafür, dass CEO Jimenez mit einer 16% höheren Summe als noch im Vorjahr entschädigt werde. Fixanteile und variable Vergütungen zusammengerechnet werde Jimenez 15 (2010: 12,9) Mio. CHF erhalten. Zudem lasse das Vergütungssystem zu, dass NOVN-Verwaltungsratspräsident Vasella für 2011 mit mehr als 12 Mio. CHF entschädigt werde. Unter Berücksichtigung des Stellenabbaus sei dies unangemessen. Bereits vergangene Woche hatte Biedermann an einer Veranstaltung in Zürich gesagt, gegen die Wiederwahl der Mitglieder vorgehen zu wollen. Dies, weil bei NOVN nur alle 3 Jahre über das Vergütungssystem abgestimmt werden kann. Im vergangenen Jahr stimmten 39% der Aktionäre gegen das Vergütungssystem. (awp)



Julius Baer (BAER)

 

vermeldet Gewinnrückgang, jedoch auch höheren Zufluss an Nettoneugeld

   

Der um die einmalige Zahlung im Steuervergleich mit Deutschland adjustierte Konzerngewinn von BAER lag im Geschäftsjahr 2011 mit 451,8 (cons. 443) Mio. CHF um 10,3% YoY tiefer. Im letzten Jahr flossen 10,2 (cons. 9,7) Mrd. CHF an Nettoneugeld zu, nach 8,8 Mrd. CHF in 2010. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Jahresende auf 170,3 (cons. 170,4) Mrd. CHF gegenüber 165,6 Mrd. CHF per Jahresmitte. Man habe frühzeitige, proaktive und kooperative Schritte unternommen, um die Steuerangelegenheit mit den USA zu regeln. BAER hat allerdings nicht - wie von Marktkreisen zum Teil erwartet eine Rückstellung für eine allfällige US-Busse vorgenommen. Das 2010 lancierte Aktienrückkaufprogramm zum Rückkauf von 5% der Aktien steht laut Mitteilung kurz vor dem Abschluss. Zudem soll ein neues Aktienrückkaufprogramm über max. 500 Mio. CHF über die nächsten 2 Jahre gestartet werden. Der Betriebsertrag fiel um 2,3% YoY auf 1'752,7 (cons. 1'781) Mio. CHF. Gleichzeitig hat das Management die bisherigen, bis 2012 geltenden Finanziele neu definiert. So soll die Vorsteuermarge mehr als 35% (bisher über 40%). Das Zielband für den Netto-Neugeldzufluss beträgt weiterhin 4-6%. (awp)